Das Einstufungs-Vorbereitungspaket
Ein Hausbesuch entscheidet über Ihr Pflegegeld. Gehen Sie vorbereitet hinein.
Zwischen zwei Pflegegeldstufen liegen 170 bis 530 Euro pro Monat, dauerhaft. Der Sprung von Stufe 3 auf 4 ist rund 3.550 Euro pro Jahr. Und diese Einstufung hängt wesentlich von einer einzigen Begutachtung zu Hause ab, auf die die meisten Familien völlig unvorbereitet treffen: Es wird gefragt statt geprüft, die Nacht kommt nie zur Sprache, und wer aus Stolz "geht schon" sagt, wird danach eingestuft. Laut einer Studie im Auftrag der AK Oberösterreich (2026) erlebten 42 Prozent der Antragsteller die Begutachtung als wenig oder gar nicht respektvoll, und allein die oberösterreichischen Sozialgerichte korrigieren an jedem Arbeitstag zwei Einstufungen nach oben.
Die Einstufung ist keine Meinung, sondern eine Rechnung nach festen Stundenwerten. Wer sie kennt und den Alltag dokumentiert, bekommt die Stufe, die dem tatsächlichen Pflegebedarf entspricht. Genau dafür ist dieses Paket da.
Was im Paket steckt (PDF, 15 Seiten + Vorlagen)
- Der Hauptguide. Das ganze Verfahren vom Antrag bis zum Bescheid: Ihre Rechte (z. B. Vertrauensperson nach § 25a BPGG), die vier häufigsten Fehlerquellen und die vier teuersten Fallen, inklusive der 12-Monats-Sperre, die kaum jemand kennt.
- Die Pflegetagebuch-Vorlage. 14 Tage dokumentieren, exakt nach der Logik, mit der Gutachter rechnen (Tätigkeit, Tageszeit, Hilfeart, Minuten, Nachteinsätze). Das Tagebuch ist Ihr wichtigstes Beweismittel, auch vor Gericht.
- Die Checkliste für den Begutachtungstag. Welche Dokumente bereitliegen müssen, was Sie sagen sollten (und was nicht), wie Sie die Nacht und die Demenz zur Sprache bringen, und das Gedächtnisprotokoll danach.
- Der Selbstrechner. Alle offiziellen Zeitwerte der Einstufungsverordnung in einer Tabelle, mit Rechenbeispiel. Damit rechnen Sie Ihre realistische Stufe selbst aus und prüfen den Bescheid Zeile für Zeile.
- Der Klage-Leitfaden mit Musterbrief. In Österreich gibt es keinen Widerspruch, sondern die kostenlose Klage binnen 3 Monaten, ohne Risiko einer Herabstufung und mit kostenloser AK-Vertretung. Etwa die Hälfte der Klagen endet mit einer höheren Stufe.
Drei Dinge, die viele Websites falsch wiedergeben
- Der Demenz-Erschwerniszuschlag beträgt seit 2023 45 Stunden pro Monat (nicht 25).
- Für die Verrichtung der Notdurft gelten seit der Novelle 2022 4 x 15 Minuten täglich (nicht 4 x 10).
- Ein Recht, das Gutachten vor dem Bescheid zu sehen, gibt es nicht. Das Korrektiv ist die Klage danach, und ihre Frist beträgt 3 Monate.
Alle Werte im Paket sind direkt am Gesetzestext geprüft (Bundespflegegeldgesetz und Einstufungsverordnung im RIS, Stand Juli 2026) und mit den Ratgebern von Arbeiterkammer, Diakonie und Selbsthilfeorganisationen abgeglichen.
Das Paket erscheint in Kürze (49 Euro, einmalig, PDF).
Bei Erscheinen benachrichtigenEine kurze E-Mail genügt; wir melden uns, sobald es verfügbar ist.
Für wen es gedacht ist, und für wen nicht
Für Sie, wenn ein Pflegegeld-Antrag, ein Erhöhungsantrag oder eine Nachuntersuchung bevorsteht, oder wenn ein Bescheid gerade zu niedrig ausgefallen ist und die 3-Monats-Frist läuft.
Nicht nötig, wenn die Einstufung unstrittig passt, oder wenn bereits die Arbeiterkammer oder ein Behindertenverband den Fall vollständig betreut; deren Beratung ist kostenlos und wird im Paket ausdrücklich empfohlen. Die Grundinformationen zum Pflegegeld finden Sie außerdem gratis in unserem Pflegegeld-Ratgeber und dem Pflegegeld-Rechner.
Häufige Fragen
Ist das Paket eine Rechtsberatung?
Nein. Es erklärt das Verfahren, die offiziellen Zeitwerte und Ihre Rechte und hilft bei Vorbereitung und Dokumentation. Für die Klage selbst empfehlen wir die kostenlose Vertretung durch die Arbeiterkammer oder einen Behindertenverband.
Gilt es in ganz Österreich?
Ja. Pflegegeld ist eine Bundesleistung; Stufen, Zeitwerte und Klageverfahren sind in allen Bundesländern gleich.
Wie aktuell sind die Werte?
Stand Juli 2026, mit den Beträgen 2026 und den geltenden Zeitwerten der Einstufungsverordnung inklusive der Novellen 2022/2023.
Hilft es auch bei Demenz?
Gerade dort. Demenz ist der am häufigsten unterschätzte Fall; das Paket behandelt Anleitung und Beaufsichtigung, den 45-Stunden-Erschwerniszuschlag und die Dokumentation der Nacht ausführlich.