Wer ein Pflegeheim für einen Angehörigen sucht, stößt regelmäßig auf das Kürzel NQZ. Es steht für Nationales Qualitätszertifikat und ist in Österreich die einzige bundesweit einheitliche Auszeichnung für stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen.
Wer das NQZ vergibt
Auftraggeber ist das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK). Die Prüfung erfolgt durch externe, geschulte Zertifizierer der NQZ-GmbH. Häuser bewerben sich freiwillig und tragen die Prüfkosten selbst.
Was geprüft wird
Das NQZ bewertet die Einrichtung in mehreren Dimensionen:
- Pflege- und Betreuungsqualität (Pflegeprozess, Medikamentenmanagement, Dekubitusprophylaxe, Sturzprävention) - Lebensqualität der Bewohner (Selbstbestimmung, Tagesgestaltung, soziale Kontakte) - Mitarbeiterführung und Fortbildung - Management und Organisation - Bauliche Voraussetzungen und Sicherheit
Die Zertifizierung gilt für vier Jahre, danach ist eine Re-Zertifizierung notwendig. Es gibt also keine "einmal NQZ, immer NQZ".
Was Angehörige daraus mitnehmen
Ein NQZ-zertifiziertes Haus hat sich bewusst einer externen Qualitätsprüfung unterzogen und die Standards erfüllt. Das ist eine starke Aussage in einer Branche, in der formale Qualitätsvergleiche sonst schwer möglich sind.
Wichtig: Das NQZ ist kein Persilschein. Wer ein konkretes Haus vergleicht, sollte zusätzlich ein Probewohnen vereinbaren, die Pflegedienstleitung sprechen, und die Bewertungen anderer Angehöriger lesen.
Eine Liste aller von uns gelisteten NQZ-zertifizierten Häuser findet sich hier.